Im Dezember 2025 beschloss der Berliner Senat, er wolle die „Hauptstadt der Startups“ zur europäischen Rüstungsmetropole für „Defence Tech“ ausbauen. Das über ein Jahrzehnt in Berlin wuchernde „Ökosystem“ aus Risikokapital und Start-ups, Hubs und Co-Working-Spaces soll für die Kriegsvorbereitung umgerüstet werden. Work-Life-Balance und Chai-Latte treffen nun auf soldatisches Mindset, milliardenschwere Rüstungstöpfe und die Nähe zum politischen Machtzentrum der Kriegstreiber. Ob Kamikazedrohnen und Drohnenschwärme, sogenannte Künstliche Intelligenz, Sensorik oder Raketenwissenschaft: Der regierende Bürgermeister Kai Wegner setzt voll auf den Defence-Tech-Hype und will, dass Berlin damit EU-weit zum „Leuchtturm“ in diesem Bereich wird.
Kurzum: Der schwarz-rote Berliner Senat setzt voll auf Krieg. Mit welcher Überzeugung und welchem schamlosen Selbstbewusstsein Wegner seine Rüstungspläne vollziehen kann, zeigt umgekehrt ein zentrales Problem: Es fehlt der Widerstand. Es fehlt eine starke, breite und geeinte Friedensbewegung, die diesem Umbau wirkungsvoll entgegentreten muss. Auch wenn der Friedenskampf in Berlin in den vergangenen Jahren spürbar mehr Zulauf erfahren hat, – durch zum Beispiel die Solidaritätsbewegung für Palästina und die beeindruckenden Erfolge der Schulstreiks – fehlt es dennoch an gemeinsamer Orientierung und Stoßrichtung. Die Folgen: Spaltung, Zersplitterung, Vereinzelung. Angesichts der Entschlossenheit und des Tempos, mit dem die Kriegstreiber ihr Werk gegenwärtig umsetzen, bleibt keine Zeit: Friedenskräfte, wir müssen reden!
Chris Hüppmeier (DKP) gibt einen kurzen Überblick über die aktuellen Entwicklungen des „Defence Hub“ Berlins. Danach diskutieren Akteure aus der antimilitaristischen und Friedensbewegung über die gemeinsame Lage und den nötigen Widerstand. Die zentrale Frage: Welche Hürden sind es, die wir als Friedenskräfte in Berlin zukünftig wie überwinden können, um den dreisten Kriegstreibern in unserer Stadt das Handwerk zu legen? Unser Berlin ist die Stadt des Friedens!
