Palästina-Solidarität und Repression im Betrieb

Seit dem bewaffneten palästinensischen Angriff auf die koloniale Besatzung am 7. Oktober hat Israel seinen Völkermord verschärft und den Gazastreifen in eine humanitäre Katastrophe verwandelt. Die Palästinafrage rückt damit erneut ins Zentrum der Debatte über Kolonialismus und hat weltweit Massen auf die Straße gebracht. In Deutschland hat die Logik der Staatsräson die Bundesrepublik zum zweitgrößten Waffenlieferanten Israels gemacht. Zugleich treibt sie eine systematische Kampagne innenpolitischer Repression voran, die bis an die Arbeitsplätze reicht: Beschäftigte, die Solidarität mit Palästina zeigen, sehen sich mit Berufsverboten, willkürlichen Entlassungen, Schikanen und Drohungen konfrontiert. UZ berichtete mehrfach über den Fall des Informatikers Ahmad Othman aus Duisburg, der vom Land NRW wegen seiner palästinasolidarischen Aktivitäten gekündigt wurde und sich vor Gericht zur Wehr setzte.

Ahmad Othman, Betroffener des Verbots der Palästinasolidarität Duisburg, diskutiert mit einem Vertreter des Soli-Netzwerks „3ezwa“ über Erfahrungen mit der „deutschen Staatsräson“ und den Widerstand gegen Repression. „3ezwa“ organisiert finanzielle und rechtliche Unterstützung für Betroffene Aktivisten der Palästina-Solidarität.

Moderation: Shabnam Shariatpanahi