SDAJ

Merz leck Eier!

Auf den UZ-Friedenstagen zeigt sich einmal mehr die enge Kampfgemeinschaft von DKP und SDAJ. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend organisiert ein Jugendpodium gegen Wehrpflicht und lädt zu einem eigenen Programm in drei Räume – benannt nach Olga Benario, Tamara Bunke und Hermann Kant. Am Samstagabend gehört außerdem der Münzenbergsaal ab 20 Uhr der Jugend: Partytime.

Hier das Programm der SDAJ

Freitag, 28. August 2026

20.00 Uhr: Eine musikalische Geschichte der Arbeiterbewegung mit den „Rotkehlchen“.

Konzert der Gruppe „Rotkehlchen“, die die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung nachzeichnen.

Samstag, 29. August 2026

10.30 Uhr: Jugendtribunal: „Merz leck Eier!“ – Wir klagen an!

Wehrpflicht, Bildungsunterfinanzierung, fehlende Ausbildungsplätze und die ständig steigende Kriegsgefahr – die Angriffe auf die Jugend nehmen kein Ende, sie verschärfen sich immer mehr. Grund genug sich zu wehren! Die arbeitende und lernende Jugend klagt die Verweigerer ihrer Grundrechte, die Bundesregierung und die hinter ihr stehenden großen Banken und Konzerne an!

12.00 Uhr: Der „blaue“ Osten? – Die Wahlerfolge der AfD und die Bedrohung von Rechts

Die Nachrichten sind voll davon: Die AfD legt immer weiter zu und wird bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland voraussichtlich in mehreren Bundesländern die stärkste Kraft. Aber warum ist das so? Was bedeutet das, wer profitiert davon und warum geht der Kurs in diesem Land immer weiter nach rechts?

15.00 Uhr: Kapitalismus leck Eier! – Die Angriffe auf die Schulstreiks und von wem sie ausgehen

Mit den Schildern „Merz leck Eier“ in Berlin und „Merz, stirb doch selbst an der Ostfront“ in München zeigten Schülerinnen und Schüler ihre Meinung über die Bundesregierung und die von ihr geplante Wehrpflicht. Mit Einschüchterungen, Anzeigen und Angriffen auf Demonstrationen reagierten Politik und Polizei. Warum haben die Herrschenden so eine Angst vor den Schulstreiks gegen Wehrpflicht? Was hat die Bundesregierung damit zu tun, was der Kapitalismus?

16.30 Uhr: Bildung, System und Sozialismus – Zwischen maroden Schulen, Konkurrenz und der Systemfrage

Das deutsche Bildungssystem steht so schlecht dar wie schon lange nicht mehr: Die Schulen sind baufällig, immer mehr Unterricht in den immer größeren Klassen fällt aus und statt gemeinsam lernt man gegeneinander. Aber muss das so sein? Was kann man im Kapitalismus ändern, was ist systembedingt und wie können wir unser Recht auf Bildung wirklich durchsetzen?

Sonntag, 30. August 2026

11.00 Uhr: Palästina-Solidarität im Fadenkreuz – der Kampf der Global-Sumud-Flotilla

Im Frühsommer diesen Jahres griff Israel abermals die internationale Global-Sumud-Flotilla an, die aufgebrochen war um humanitäre Hilfe ins besetzte Palästina zu bringen. Sie entführten dabei hunderte Aktivistinnen und Aktivisten und folterten sie mehrere Tage in israelischen Lagern. POSITION, das Magazin der SDAJ, spricht mit einem Teilnehmer der Flotilla über den Kampf gegen den Völkermord, die Erfahrungen der Flotilla-Teilnehmerinnen – und Teilnehmer und darüber, wie Solidarität mit Palästina in Deutschland praktisch aussehen kann.

13.30 Uhr: Bundeswehr raus! – Schulen ohne Bundeswehr und wie man sie erkämpft

Die Zahl der Bundeswehr-Propagandaveranstaltungen an Schulen ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Parallel zur geplanten Wehrpflicht will der Bund nicht nur zukünftige Soldatinnen und Soldaten anwerben, sondern auch ihre Präsenz in Schulen und Alltag der Menschen weiter normalisieren. Zusammen mit Aktiven aus den Gewerkschaften und den Schulen diskutieren wir: Was kann man dagegen tun? Wie kann man Schulen ohne Bundeswehr erkämpfen und was hat das mit dem Kampf gegen die Wehrpflicht zu tun?

Samstag, 29. August 2026

10.30 Uhr: Zwischen Stellenabbau, Jugendarbeitslosigkeit und Widerstand – Wie wehrt man sich im Betrieb?

Arbeitsplätze sind Mangelware und dauernd werden neue Stellenstreichungen angekündigt. So sollen beispielsweise bei der Deutsche-Bahn-Tochter DB Systel allein mehrere tausend Stellen gestrichen werden. In welchem Zusammenhang steht das mit der steigenden Jugendarbeitslosigkeit? Warum bleibt gewerkschaftlicher Widerstand dagegen vielerorts aus, wo tut sich trotzdem was? Und wie kann man gegen die Streichungen insgesamt in Aktion kommen? Dazu sprechen wir in dieser Runde mit Aktiven der DB-Systel und aus weiteren Betrieben.

12.00 Uhr: Zwischen Gewalt und „Alltags“-Sexismus – Die Lage von Frauen in der Bundesrepublik

Laut Umfragen erleben 68% der Frauen unter 25 regelmäßig sexistische Übergriffe, 43% der Frauen sind schon sexuell belästigt worden und 35% der Frauen in der EU haben schon physische oder sexualisierte Gewalt erfahren. Wir wollen uns darüber austauschen, welche Ursachen hinter diesen Angriffen stecken, warum sie so allgegenwärtig sind, wie man sich wehren kann und worin die Gewalt wurzelt.

13.30 Uhr: Israel vor den Parlamentswahlen

Gespräch mit Dr. Abed Kanaaneh, KP Israel, Veranstaltung der DKP

15.00 Uhr: Viva Cuba Socialista! – Die Solidaritätsbrigaden mit dem sozialistischen Kuba

Über 60-Jahre völkerrechtswidrige Blockade, das Abschneiden des kubanischen Volkes von Medikamenten und Energieversorgung bis hin zur Drohung des Einmarschs- nichts lässt der US-Imperialismus unversucht, um Kuba in die Knie zu zwingen. Doch das kubanische Volk steht hinter der Revolution und ist nicht bereit sich den Angriffen unterzuordnen. Mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Solidaritätsbrigade der SDAJ sprechen wir über die Lage auf Kuba, die Entschlossenheit des sozialistischen Inselstaats und die Frage, wie Solidarität mit Kuba hier in Deutschland praktisch wird.

16.00 Uhr: Iran im Dauerbeschuss – Der Kampf um Selbstbestimmung

Der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels gegen Iran zieht seine Blutspur hinter sich: Unmengen ziviler Opfer, die Bombardierung einer Mädchenschule und brutalste Blockaden und die Bundesregierung schweigt zu alledem. Mit GenossInnen aus Iran sprechen wir über die Lage des iranischen Volkes, den Widerstand gegen den US-Imperialismus und über die Rolle der internationalen Solidarität.

Sonntag, 30. August 2026

11.00 Uhr: Den Völkermord verweigern – Kriegsdienstverweigerung in Israel

Die „Wehrpflicht“ ist in Israel fester Bestandteil des Lebens vieler Jugendlicher. Zwei bis drei Jahre müssen sie in der israelischen Armee mitmachen, ein Recht aufs Verweigern gibt es für sie nicht. Dennoch nehmen Jugendliche Militärgerichte und sogar Haftstrafen in Kauf, um sich nicht am Völkermord beteiligen zu müssen. Welche Rolle spielt die Verweigerungsbewegung in Israel, welche die Friedensbewegung? Welche Perspektiven gibt es für den Widerstand gegen Genozid in der israelischen Gesellschaft und was können wir für unseren Kampf gegen die Wehrpflicht daraus lernen? Darüber sprechen wir mit einem Aktiven der israelischen Kriegsdienstverweigerungsbewegung.

13.30 Uhr: Abschiebungen stoppen – aber wie?

Bereits die Ampelregierung hatte den Kurs vorangegangener Regierungen zuende geführt und de facto das Grundrecht auf Asyl ausgehebelt. Die aktuelle Bundesregierung rühmt sich gerne der steigenden Abschiebezahlen und erst im Sommer dieses Jahres wurden Abschiebelager auf europäischer Ebene beschlossen. Wie können wir gegen Abschiebungen und Rassismus aktiv werden? Wie kann kollektiver Widerstand in Schule und Betrieb organisiert werden? Und: Welche Funktion erfüllen die Abschiebungen im Kontext der allgegenwärtigen Rechtsentwicklung?

Samstag, 29. August 2026

10.30 Uhr: Theater-Workshop

15.00 Uhr: Rap-Workshop

16.30 Uhr: Vom Manöver zum Krankenhaus – kriegstaugliche Kliniken und wie man sie verhindert

Die Krankenhäuser sollen kriegstüchtig gemacht werden – so wollen es zumindest die Herrschenden. Damit soll das kaputtgesparte Gesundheitssystem auf die Bedürfnisse des Militärs zugeschnitten werden, während die zivile Versorgung immer weiter zusammenbricht. Doch es regt sich Widerstand: Gegen die Kürzungs- und „Umstrukturierungsmaßnahmen“ an der Charité in Berlin, gegen das Militärmanöver Redstorm Bravo und bundesweit durch ÄrztInnen. Zusammen mit Aktiven aus dem Gesundheitswesen, der Friedensbewegung und den Gewerkschaften sprechen wir über die Militarisierung unserer Krankenhäuser.