Deutsche Wege

Egon Krenz kommt zu den UZ-Friedenstagen. Er wird am Sonntag, den 30. August, an der Matinee „Deutsche Wege“ mit Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, und den Künstlern Hartmut König und Erich Schaffner teilnehmen. Der heute 89-jährige Krenz hat eine lange DDR-Biographie hinter sich – heute wirbt aus dieser Erfahrung heraus vor allem für Frieden mit Russland. Zuletzt in Moskau beim III. Antifaschistischen Forum über Pfingsten.

Krenz trat 1953 in die FDJ ein. 1961 wurde er Sekretär des Zentralrates der FDJ, verantwortlich für die Arbeit des Jugendverbandes an den Universitäten, Hoch- und Fachschulen. Nach dem Besuch der Parteihochschule in Moskau war er von 1964 bis 1967 Vorsitzender der Pionierorganisation und von 1974 bis 1983 der FDJ, ab 1971 Abgeordneter der Volkskammer, ab 1983 Politbüromitglied. Im Herbst 1989 wurde er in der Nachfolge Erich Honeckers Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender. Im sogenannten »Politbüroprozess« wurde Krenz 1997 zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt und 2003 aus der Haft entlassen, der Rest der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Krenz hat seine Biographie in drei Bänden vorgelegt.