Kai Degenhardt

„Ich bin politischer Liedermacher- was sonst“, sagt Kai Degenhardt über sich selbst.

„Liedermacher“ sei für ihn der deutsche Begriff für „Singer-Songwriter“. Dass er nicht gleichbedeutend damit sei, liege daran, „dass es in Deutschland nationale Eigenheiten gibt, die dem Genre zugrunde liegen“. „Im Klartext: Die Nazis haben im 20. Jahrhundert die traditionelle deutsche Liedkultur derartig missbraucht, verschüttet und zerschreddert, dass sich – anders als in anderen Ländern – nachfolgende Generationen darauf nur gebrochen und mir äußerster Vorsicht beziehen können. Und das gelingt eigentlich immer nur dann, wenn man mit einer klaren antifaschistischen Haltung daran geht und immer auch das konkret Gesellschaftliche, das Politische also, miteinbezieht. In genau dieser Liedermachertradition sehe ich mich, und ich halte diesen Ansatz gerade heute wieder für besonders wichtig, da der europaweite Aufmarsch rechter Parteien und Bewegungen den Faschismus als äußerstes Mittel zur Rettung bürgerlicher Herrschaft in der Krise wieder als reale Option erscheinen lässt“, konstatiert er weiter.

Der 1964 geborene Liedermacher ist nicht nur aufgrund der Zusammenarbeit mit seinem 2011 viel zu früh verstorbenen Vater, dem legendären Liedermacher Franz Josef Degenhardt, mit dem er über 20 Jahre lang als Arrangeur und Gitarrist zusammenarbeitete, allen Linken ein Begriff.

Sondern genießt über mancherorts vorhandene politische Meinungsverschiedenenheiten hinweg bei ihnen ein überdurchschnittlich hohes Ansehen – sowohl als Künstler, aber auch als politischer Mensch.

Degenhardts neue CD mit dem Arbeitstitel „Auf anderen Routen“ ist im Herbst 2019 erscheinen.


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