Gegen den Generalangriff der Bundesregierung auf erkämpfte soziale Errungenschaften, die der Finanzierung der Kriegsvorbereitung dienen, regt sich Widerstand in den Gewerkschaften. Zahlreiche Mitglieder und verschiedene Gliederungen setzen sich für stärkeres friedenspolitisches Engagement und Beschlüsse ein. Davon getrieben hat der DGB-Bundeskongress im Mai die Ablehnung der NATO-Aufrüstungsvorgabe von aktuell 5 Prozent der Wirtschaftsleistung, die Ablehnung der Stationierung von US-Angriffsraketen in Deutschland und die Ablehnung der Wehrpflicht bekräftigt. Auf der anderen Seite soll die friedenspolitische Ausrichtung der Gewerkschaften auf den Prüfstand gestellt werden. Im Workshop wollen wir uns über konkrete Ansätze, und lokale Aktivitäten sowie Vernetzungen von friedensbewegten Gewerkschaftsaktiven auszutauschen. Mit Blick auf die Gewerkschaftstage im nächsten Jahr von der IG Metall, von ver.di und der IG BAU wollen wir uns auf die Vorkonferenzen mit Anträgen und Diskussionen in den Regionen und Bezirken sowie bei Jugend, Frauen, Senioren vorbereiten. Mit Ulrike Eifler (Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!), Mark Ellmann (DKP-Friedenskommission) und Anne Rieger (Bundesausschuss Friedensratschlag). Sie alle sind Mitherausgeber der Sammlung „Gewerkschaftliche Friedensbeschlüsse“.

(Foto: UZ-Archiv)