Gegen Kriegstreiberei und NATO-Besoffenheit

Das Antikriegsmeeting auf dem 21- UZ-Pressefest

Am Samstag, 27. August klafft eine Lücke im Programmauf dem Leninplatz, der Kleinkunstbühne, in der Maigalerie und der Casa Cuba. Was machen die Kommunisten da? Verspätete Mittagspause?

Nein, sie treffen sich, gemeinsam mit ihren Gästen vor der Hauptbühne zum Höhepunkt des 21. UZ-Pressefestes, dem Antikriegsmeeting.

Dort werden wir gemeinsam die internationalen Gäste des UZ-Pressefestes vorstellen, leider ohne Vertreter aus Russland oder dem Donbass – ihnen wird ein Visum für die BRD verweigert. Doch auch ohne sie wird es voll werden auf der Hauptbühne des Pressefestes, der Anmeldeschluss ist zwar verstrichen, die Anmeldungen trudeln trotzdem weiter ein. Wir freuen uns und rücken gern enger zusammen.

Neben der Rede von Patrik Köbele, dem Vorsitzenden der DKP, wird es Grußworte geben: Von Andrea Hornung, der Bundesvorsitzenden der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, von der Berliner Friedenskoordination und von Anne Rieger für den Bundesausschuss Friedensratschlag.

Die Kinder werden aus ihrem Bereich zum Antikriegsmeeting kommen und die große Friedenstaube präsentieren, dies sie gemeinsam basteln. Ein Angestellter des Uniklinikums Essen wird vom Kampf um Entlastung in NRW berichten, auch Sevim Dagdelen, Mitglied des Bundestags für die Linkspartei, wird ein Grußwort halten und Dietmar Dath wird davon berichten, was es heißt, in diesen Zeiten Journalist zu sein. Alle von ihnen werden deutlich machen, für was die 100 Milliarden in diesem Land ausgegeben gehören und der Aufrüstung eine klare Absage erteilen.

Natürlich wird beim Antikriegsmeeting nicht nur gequatscht – die Grußworte umrahmen ein künstlerisches Friedensprogramm:

Tino Eisbrenner wird sein „Lied vom Frieden“ spielen, Gina und Frauke Pietsch singen „La Memoria“ von Leon Gieco in deutscher Übertragung. Hartmut König lässt es sich nicht nehmen dabei zu sein, er tüftelt noch an seinem Beitrag.

Auch mit dabei sein wird Erich Schaffner, am Klavier begleitet von Georg Klemp. Wer schon mal ein Programm mit den beiden gesehen hat, weiß, dass sie aus einem großen Repertoire von Texten und Liedern gegen den Krieg schöpfen, von Karl Kraus bis Bertolt Brecht. Beim Antikriegsmeeting werden sie einen Auszug aus ihrem aktuellen Programm zeigen.

Ebenso dabei sein wird der Ernst-Busch-Chor, der auch eine Einladung mitbringt, den Rest des Abends beim Hacks-Stück im Kino Babylon zu verbringen. Auch nicht fehlen dürfen bei der Friedensmanifestation der Kommunisten natürlich Musikandes und Achim Bigus. Das werden sie auch nicht, sondern bilden Auftakt und Abschluss der Veranstaltung, der der deutschen Regierung Mitten in Berlin zeigt, wohin sie sich ihre Kriegstreiberei und NATO-Besoffenheit stecken kann.