Künstler

Einhart Klucke

Als in den sechziger und siebziger Jahren sozialisierter Altfreak kann Klucke es nach wie vor nicht lassen, wider den Stachel zu löcken. Also verrührt er obskure Bruchstücke seiner Biographie, seine skurrilen Ansichten und seine politischen Obsessionen zu einem gepfefferten Pürée und serviert einen Mix aus seinen diversen Programmen zusammen mit einer gehörigen Portion Selbstironie auf Kulturveranstaltungen, Jubilarfeiern, Konferenzen und Kundgebungen.

Einhart Klucke (Jahrgang 1947) war 3 Jahre lang Lehrer, anschließend 10 Jahre lang politischer Clown – und danach 15 Jahre  Gewerkschaftssekretär. Motto: Der Fuktionär ist die konsquente Fortsetzung des Clowns mit anderen Mitteln. Diesen Lebenslauf arbeitet er jetzt konsequent kabarettistisch auf.

Kluckes Lobgesänge auf die Verhältnisse sind berüchtigt. Daß es nichts zu loben gibt, hat er nicht zu verantworten. Daß er nicht singen kann, ist Schuld seines Musiklehrers. Der hat damals schon gesagt: „Klucke, Sie haben eine hervorragende Stimme zum Rindfleischessen.“ Aber Klucke lässt sich das Singen nicht verbieten und hangelt sich dabei halsbrecherisch über die Tasten seines kleinen Keyboards.

Alles zusammen ergibt eine wilde Mischung aus Wahnwitz und Wortwitz – sarkastische Botschaften aus dem Niemandsland zwischen allen Stühlen...