Künstler

Hanfried Brenner

Bei der Kunstausstellung wird auch Hanfried Brenner seine Bilder präsentieren. Über sich und seine Arbeiten schreibt er: „Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei und Objektkunst. Material und Technik werden nicht kaschiert sondern vorgezeigt und als ästhetische Momente in das Kunstwerk integriert. Das Repertoire meiner bildnerischen Artikulationen umfasst in der Hauptsache die sogenannte abstrakte Kunst, seltener aber auch figurative Darstellungen. Letztere ermöglichen es mir, meine politische Haltung auch direkter zum Ausdruck zu bringen, eine Möglichkeit, die ich auch bei meinen bildnerischen Grenzüberschreitungen in die Welt der Literatur (vor allem der Lyrik) habe. Letzteres nimmt einen zentralen Platz in meiner Arbeit ein. Ein Gedicht wird Gegenstand bildnerischer Gestaltung, aber nicht in Form illustrierender Bildmotive, sondern indem, fußend auf der Tradition der Konkreten Malerei, die unmittelbar visuelle Erscheinungsform des literarischen Gegenstandes (Gedichts), also seine Schriftgestalt, als bildnerisches Element verarbeitet wird.

Die Abbildung zeigt eine Darstellung von Ernst Thälmann und meiner eigenen Faust. Die Bleistiftzeichnung habe ich ausgeführt auf weiß grundiertem Sperrholz, auf dem Verbandsmull aufgezogen wurde. Anschließend habe ich das Bild mit Leinölfirnis und Acrylfarbe weiter bearbeitet.

Hanfried Brenner, geboren 1943 in Leutkirch im Allgäu. Nach der Volksschule Lehre als Maler und Lackierer. Von 1963 bis 1968 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Ernst Geitlinger und Georg Meistermann. 1968 Verzicht auf die künstlerischen Arbeit zugunsten politischer Projekte. Künstlerischer Neubeginn Mitte der Achtzigerjahre.